D810 – Teil 1: mein erster Eindruck (look and feel)

Hallo Fotofreunde!

Ich möchte hier nicht über Laborwerte schreiben und auch keine Fotos von Test-Charts veröffentlichen. Im Teil 1 geht es nur um meinen persönlichen ersten Eindruck der D810 im Vergleich zur D800. Im Teil 2 möchte ich dann über die Kamera in der Praxis schreiben.

Los geht es …

Der Karton: Er ist kleiner als der D800 Karton. Gut, ist ja nicht schlimm. Beim Öffnen allerdings schon der erste Unterschied: Billig und lieblos. Da lacht einen die blanke Wellpappe an. Vorher gab es für das Zubehör eine kleine extra Box zum Herausnehmen. Ok, nicht so schlimm. Außerdem hatte der D800 Karton eine Prägung mit der Kamerabezeichnung. Naja, da werden halt 20 Cent gespart.

Kartonvergleich D810/D800
Kartonvergleich D810/D800. D800 noch mit Prägung der Bezeichnung
Box der D800. Zwei einzelne Boxen zum herausnehmen.
Box der D800. Zwei einzelne Boxen zum herausnehmen.
Box der D810. Billig wie bei einer Wegwerfkamera.
Box der D810. Billig wie bei einer Wegwerfkamera.

Viele werden sich sicherlich denken: „Was soll das? Der landet eh im Keller.“ Richtig, es geht um das Prinzip. Immer mehr Geld verlangen, für immer weniger Leistung/Qualität. Schaut euch einmal im Vergleich dazu an, was ihr bekommt, wenn ihr euch eine Rolex Submariner kauft (eine echt tolle Box, Umkarton, Zertifikat, Bedienungsanleitung, etc …). Die Uhr kann noch nicht einmal Fotos machen und kostet gebraucht auch nicht viel mehr.

Die Kamera: „Ok, da fehlt die Blitzschuhabdeckung. Muss wohl irgendwo im Karton liegen. Hmm … nicht da!“ Bedienungsanleitung aufschlagen. Inhalt: bla, bla … keine Abdeckung. Geil. Onlineversandhaus: Nikon Zubehörschuhabdeckung BS-1 macht 5,- Euro. DANKE Nikon! Beim China-Mann gibt es das natürlich etwas günstiger. Geht ja gut los. Oder auch: siehe Karton!

Der ergonomischere Griff: Bei 1,90m Körpergröße und normalen Händen … Die kleine Mulde für den Mittelfinger spielt für mich gar keine Rolle. Vielleicht habe die Japaner ja kleinere Hände? Ich merke davon jedoch nicht sonderlich viel. Was man allerdings bemerkt, ist der Knubbel an der Stelle wo man den Daumen platziert. Dieser ist wirklich gut.

links D810 mit neuer Gummierung, dem Knubbel für den Daumen und der Mulde für den Mittelfinger.
links D810 mit neuer Gummierung, dem Knubbel für den Daumen und der Mulde für den Mittelfinger.
D810 Griff von hinten.
D810 Griff von hinten.
D800 Griff
D800 Griff

Die Knöpfe: Den BKT-Button auf der Oberseite werde ich nicht vermissen, da ich bei dem Dynamikumfang der Kamera keine Belichtungsreihen fotografiere. Was ich für meine Fotos benötige steckt in der RAW-Datei.
Den Drehschalter für die Belichtungsmessung fand ich besser als den Knopf (ehemals BKT-Button) in Kombination mit dem hinteren Drehrad. Da ja die neue „Lichterbetonte Belichtungsmessung“ hinzugekommen ist, wird es wohl nicht möglich sein eine vierte Rasterung hinzuzufügen?! Vorher fand ich es etwas übersichtlicher bzw die Messungsart hat man auf den ersten Blick gesehen und nicht erst im Schulterdisplay zusammen mit all den vielen anderen Symbolen.
Der „i“-Button ist ganz nett. Mit ihm kommt man direkt in das Menü für welches man bei der D800 zweimal auf den „info“-Button drücken musste. Macht aber jetzt auch nicht den großen Unterschied. Vielleicht stellt sich ja noch raus, dass man ihn für noch mehr Dinge verwenden kann.

links D800, rechts D810.
links D800, rechts D810.

Der Viewfinder: die Farbe der Anzeige hat sich verändert. Bei der D800 war die Anzeige noch grün, nun sind sie grau. Egal.

Das Display: die Info-Anzeige hat den Taschenrechner-Look verloren. Schade. Es lässt sich alles super ablesen, aber der „Profi-Look“ leidet meiner Meinung nach darunter. Das Display der D800 war bei der Bildwiedergabe für meine Begriffe schon perfekt, also gibt es erst recht nichts beim D810-Display auszusetzen. Gut gemacht, Nikon.

links D800, rechts D810. rechts sehr schön zu sehen an den 13", der Taschenrechnerlook
links D800, rechts D810. rechts sehr schön zu sehen an den 13″, der Taschenrechnerlook

Aber jetzt kommt es: Das Auslösegeräusch: Was zur Hölle hat sich Nikon dabei gedacht? Die D800 macht das Geräusch einer echten Männerkamera (siehe Al und seine Ferguson, oder Tim und die Männerküche, Harr Harr). Ein „Klack“ welches sagt:“ Yes Baby, das Ding ist im Kasten. ICH HABE FEUER GEMACHT!“. Die D810 hüstelt kurz. Sie würde sagen: „Entschuldigung, ich habe ein Foto gemacht. Es kommt nie wieder vor.“ … und ich rede hier nicht vom Quiet-Mode … der ist übrigens genauso laut wie das normale Auslösen. Jetzt kommen natürlich die Konzertfotografen, die sagen „Ach, wie toll“. Nein, ich möchte hören, wenn ich ein Foto mache! Das dürfen auch andere mitbekommen.

Ansonsten ist alles beim alten. Gewohnt gut. Nein, sehr gut.

Soviel zum ersten Eindruck. Am Wochenende werde ich mich näher mit der Kamera beschäftigen, die ersten ernsthaften Fotos machen und mich in die neuen Menüpunkte einarbeiten.

To be continued …

 

 

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