D810 – Teil 2: die ersten Fotos

Heute möchte ich ein paar Fotos zeigen, die zum einen mit der D810 als auch mit der D800 aufgenommen wurden. Ich habe unterschiedliche Linsen verwendet, aber immer den gleichen Bildausschnitt gewählt. Alle Fotos wurden mit Stativ, Spiegelvorauslösung von drei Sekunden und ISO 100 aufgenommen.

Da ab und zu Wolken vorbeizogen, wollte ich nicht voll manuell fotografieren. Zwar wären mit festem Kelvinwert (für die WB) und fester Belichtungszeit die Ergebnisse „labormäßiger“ gewesen, aber ich wollte Fotos „aus dem Leben“ machen.  Deshalb das Ganze mit A-Mode, Matrixmessung und Weißabgleich auf Automatik. Verändert haben sich demnach immer die Blende und die Zeit.

Alle verwendeten Fotos habe ich mit Lightroom zurechtgeschnitten. Ich habe RAW fotografiert und keine Aufwertung der Fotos durchgeführt (kein Schärfen, keine Objektivkorrektur, keine Farbanpassung, kein Kontrast hinzugefügt, etc). Die JPG’s sind also „pur“ aus dem RAW’s entstanden (lediglich mit Wasserzeichen versehen).

D810 gegen D800 mit dem Nikkor AF-S 24-70mm 1:2.8 G ED.

In der Gesamtansicht der Bilder lassen sich so gut wie keine Unterschiede feststellen. Die Helligkeit der Fotos variiert etwas, was aber durch Wolken bedingt sein kann. Vielleicht erzeugt die D810 auch von Grund auf hellere RAW-Files?!? Leidglich im 100% Zoom (aus den obigen Fotos) zeigen sich geringe Unterschiede. Im Bereich des Waldes kann man bei der D810 etwas mehr Zeichnung in den Bäumen erkennen.

D810 gegen D800 mit dem Nikkor AF-S 24-85mm 1:3.5-4.5 G ED VR.

Auch hier nur ein geringer Unterschied bei 100% Ansicht:

Hier habe ich einen Vergleich zwischen der D810 mit dem 24-70 und der D800 mit dem 24-85.

D810 mit 24-70 gegen D800 mit 24-85. Beide Fotos unbearbeitet.
D810 mit 24-70 gegen D800 mit 24-85. Beide Fotos sind unbearbeitet. Links D810, Rechts D800

Schraubt man nun ein wenig an WB, Klarheit, Detailschärfe, Belichtung, Tiefe kommt man auch mit dieser (um 2.000,- Euro günstigeren) Kombi an die Leistung der D810.

Links: D810, Rechts: D800
Links: D810, Rechts: D800

Natürlich kann man auch auf die  D810 Fotos noch einen drauf setzen. Die Frage, welche sich mir stellt ist: Ist dieser Unterschied so viel Geld wert?

 

Fazit: Für mich steht fest, dass es für einen D800-Besitzer nicht notwendig ist, auf eine D810 „aufzurüsten“. Ich habe anhand der Vergleichsfotos gesehen, dass ich auch weiterhin mit der D800 und sogar einer „Billiglinse“ (AF-S 24-85 mm 1:3,5-4,5 ED VR) losziehen kann und keine sichtbar schlechteren Fotos mit nach Hause bringe. Die feineren Zeichnungen in den Bäumen meiner Vergleichsbilder sind bei 100% Ansicht zwar erkennbar, rechtfertigen aber den Mehrpreis der Kamera nicht wirklich. Ebenso ist das tonnenschwere Glas nicht notwendig.

Zum Glück bietet die D810 mehr als nur den nicht vorhandenen Low-Pass-Filter. Die Summe aller Neuerungen rechtfertigen sicherlich den derzeitigen Marktpreis, welcher im Bereich der D800E (bei Neuerscheinung) liegt. Besäße ich weder eine D800 oder D810, würde ich mir schwertun, mich zu entscheiden. Beim derzeitigen Preis der D800 ist diese immer noch eine Überlegung wert. 1.000,- Euro bis zur D810 ist ein gewaltiger Schritt. Die D800E macht meiner Meinung nach keinen Sinn mehr. Die Preisdifferenz zwischen D800E und D810 ist nicht so groß, dass man sich nicht die neuere Kamera leisten sollte.

 

Ein Gedanke zu „D810 – Teil 2: die ersten Fotos“

  1. Hallo Mario,
    danke für deinen interessanten Vergleich zwischen den beiden Body’s. Ich fotografiere selbst unter anderem mit der D800 und bin manches mal hin- und hergerissen auf die D810 aufzurüsten. Denke aber, dass ich auf den Nachfolger warten werde:)
    Viele Grüße
    Andreas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.