Nikon D600

Die Nikon D600 oder auch „Der größte Fehler meines Lebens“.

Meine D600 kaufte ich am 15.05.2013, also acht Monate nach der Vorstellung der Kamera. Sie sollte meine D7000 ersetzen, da ich vom DX Format weg wollte. Zu dem Zeitpunkt waren die Foren bereits voll von Leuten die über die Öl- bzw Staubflecken berichteten. Ich dachte mir, dass Nikon das Problem ja irgendwann einmal in den Griff bekommen müsste und nahm Kontakt mit dem Geschäftsführer eines Nikon Service Point auf. Ich erzählte ihm,  dass ich meine D7000 in Zahlung geben wolle, um auf eine D600 „aufzurüsten“. Ebenso erwähnte ich, dass meine D7000 keinerlei Probleme machte und ich sie nicht gegen eine „Dreckschleuder“ eintauschen wolle. Mir wurde versichert, dass die neueste Serie der D600 bereits eine überarbeitete Verschlusseinheit besitzt und ich mir keine Gedanken machen solle.

Damit begann das Grauen …

15.05.2013 – D600 mit riesiger Vorfreude abgeholt. D7000 (mit lächerlichen 7.800 Auslösungen) in Zahlung gegeben. Erste Fotos mit der D600 im Nymphenburger Schlosspark … wow … tolle Kamera (dachte ich).

07.06.2013 – die ersten Flecken auf dem Sensor. Ich habe mehrere Fotos gegen den blauen Himmel gemacht. Ergebnis: die gleichen Flecken an der gleichen Stelle auf allen Fotos. Blende 16, manueller Fokus auf unendlich. Tada …  Email an den Service Point. Die Antwort: Es wären ganz normale Verschmutzungen, die bei hochauflösenden Kameras unter Verwendung hoher Blendenwerte besonders gut dargestellt werden. Seltsam, meine D800 ist hochauflösender, älter, hat mehr Auslösungen, mehr Objektivwechsel und lebt im gleichen Haushalt, hat aber keine Ölflecken. Die Kamera ging noch am gleichen Tag zur Sensorreinigung. Am Abend konnte ich Sie wieder abholen. Toller Service, das muss man Nikon lassen.

09.08.2013 – Die Kamera geht zur zweiten Sensor-Reinigung nach Düsseldorf. 1.000 Fotos nach der ersten Reinigung sind die Flecken auf den Fotos, die sich bereits leicht bei Blende 8, stark allerdings ab Blende 11  abzeichnen, zurück. Ich habe sie mit Fotos vor der ersten Reinigung verglichen und festgestellt, dass sie an anderen Stellen und somit neu sind.

29.08.2013 – meine D600 kommt aus Düsseldorf zurück. Ganz überraschend, ohne Vorankündigung. Beipackzettel: Spiegelkasten gereinigt, XYZ gereinigt und Verschluss ausgetauscht. Den Shuttercount haben sie allerdings nicht zurückgesetzt. Steht immer noch auf knapp 2.200 Aufnahmen.

19.10.2013 – Angebot von Nikon (nicht von mir angefragt): D610!!! Inzahlungnahme meiner D600, Zuzahlung von 949,- Euro und et voila‘ … ich habe die gleiche Kamera wie vorher nur ohne Flecken. Ernsthaft?

Ende Oktober 2013 – dritte Reinigung der Kamera, erste Reinigung des Sensors trotz neuer Verschlusseinheit. Ich kann es nicht anders sagen: Schnauze voll.

05.11.2013 das Grauen hat ein Ende. Mit dem Verkauf der D600 geht das „gute Stück“ an den ursprünglichen Verkäufer.

Nach 6 Monaten war ich also viele Euro ärmer und um eine Erfahrung reicher. Ergo: Kaufe nie ein Produkt welches noch nicht  mindestens sechs Monate ohne Negativpresse am Markt ist.

Hier ein paar Beispiele …

 

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